Mittwoch, 6. Februar 2008
Lange plagt mich (und einige in meinem Umfeld) schon das Problem, dass man bei Firefox nicht offensichtlich gespeicherte Formulardaten löschen kann.
Diese Speicherung ist ziemlich praktisch, aber beim Löschen der Daten gilt immer alles oder nichts.
Aber nicht so, es geht einfacher:
Wenn das Formularfeld »aufklappt«, einfach den zu löschenden Eintrag mit der Maus anvisieren (also nicht klicken) und Shift + Del drücken.
Diese Funktion ist verdammt gut versteckt und es hat jetzt mehrere Jahre halbherziges Suchen erfordert, das herauszufinden. Aber jetzt find ich es praktisch. ;-)
Dienstag, 29. Januar 2008
Ich hätte einen penetranten Newsletter-Versender im Angebot, der kein Double-Opt-in macht.
Mit Ausnahme des "Erfolgreich eingetragen" auf der Website bekommt der glückliche Newsletter-Empfänger übrigens keine Mail (bis auf den nächsten Newsletter natürlich).
Zudem noch: Auf der Website oder im Newsletter wird keine Möglichkeit genannt, wie man den Newsletter abbestellen kann. Es gibt nur "Anmelden".
Irgendwie gar nicht gut, oder? ;-) Wenn man sowas macht, sollte man zumindest den Firmensitz nicht in D haben.
Mittwoch, 2. Januar 2008
Mit unserer Firma bin auch ich direkt von der Vorratsdatenspeicheurng betroffen. Bei allem Aktivismus und berechtigter Kritik an der ganzen Sache, darf man aber meines Erachtens trotzdem die geltenden Gesetze nicht einfach ignorieren sondern jetzt, da das alles gilt, muss man es auch erst einmal beachten. Natürlich in der Hoffnung, dass das Bundesverfassungsgericht das alles wieder kippt.
Ich habe heute ungelogen einen Tag damit verbracht, das "Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen sowie zur Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG vom 21. Dezember 2007" zu finden, zu lesen, die Bezüge zu recherchieren, herauszufunden was uns als E-Mail-Provider betrifft und das alles zu verstehen.
Ich möchte gerne die stellen aus den Gesetzen zitieren, die ich persönlich als einschlägig betrachte. ausdrücklich möchte ich darum bitten, dass jeder, der irgend etwas anders verstanden hat, also denkt, ich hätte etwas falsch aufgefasst oder übersehen, mir das bitte mitteilt. Zudem ist hoffentlich klar, dass von mir zu diesem Thema gegebene Kommentare jeglicher juristischer Sachkunde entbehren und die Gesetzes-Auszüge sich nicht eignen um sich darauf zu verlassen. das ist hier keine Rechtsberatung und so, klar.
ich verlinke an einigen Stellen zu www.gesetze-im-internet.de. Dort ist jetzt momentan noch die alte, nicht mehr gültige Version der Gesetze zu begutachten, das eignet sich aber gut um das Fließtext-Diff in oben verlinkter PDF-Datei darauf anzuwenden.
"Vorratsdatenspeicherung als E-Mail-Provider" vollständig lesen
Sonntag, 16. Dezember 2007
Seit einiger Zeit habe ich ein Nokia 6230i und kann das auch per Bluetooth nutzen. Seit wenigen Tagen merke ich, dass gammu mit der Konfigurationsdatei die ich hier geklaut habe elendig langsam funktioniert. Jede Aktion dauert erstmal 2 Minuten für den Verbindungsaufbau.
Anhand der Gammu-Doku habe ich jetzt gesehen, dass mittlerweile offenbar ganz andere Namen für die selben Optionen eingeführt wurden. Nach einigen ausprobieren kam ich auf folgende Konfiguration: [gammu]
model=6230i
port=00:17:E3:8E:FA:BC
connection=bluerfphonet
synchronizetime=no
use_locking=no
startinfo=no Ergebnis: Der Verbindungsaufbau dauert jetzt ca. 3-4 Sekunden. nicht vollkommen perfekt aber erträglich.
Für die besserwissenden Hacker: Das Einschalten von use_locking erzeugt als User einen »permission denied«-Fehler. Das Einschalten von synchronizetime verstellt jedes mal die Uhr, da es nur Stunden und Minuten synchronisiert, nicht aber die Sekunden. Sekunden werden immer auf Null gesetzt. Nein, ich habe den Bug nicht reported.
Samstag, 8. Dezember 2007
Diese Woche erschien die neue Version der Handy-Java-Software »Mobile Trail Explorer«, Version 1.8.
Mit dieser Software und einem Bluetooth-GPS-Empfänger ist es möglich, GPS-Tracks aufzuzeichnen. Das größte manko der Vorversion war, dass die Software gelegentlich beim Speichern abstürzte (die berüchtigte "OutOfMemoryException") und damit der komplette Track weg war. man durfte also nicht vergessen, nach spätestens 500 Trackpoints zu speichern, da sonst die Datenmenge zu groß wurde.
Nicht so mit der neuen Version!!
Jetzt gibt es die Option "GPX-Stream". Dabei wird sofort begonnen, die Datei zu schreiben. Die Software schreibt Punkt für Punkt in die Datei und hält nicht einfach alles im Speicher. Dadurch gibt es keine Wartezeit und kein Speicherproblem nach Abschluß der Aufzeichnung.
Kurzanleitung:
- Menü
- Manage Trails
- Option
- New GPX stream
- Dann kommt die Frage des Telefons ob auf die Speicherkarte geschrieben werden darf
- Danach noch »Start/Stop recording«
- Nach Abschluß der Aufzeichnung (»Start/Stiop recording«) kommt der üblicher Speichern-Dialog, mit der zusätzlichen Option am Ende »Close GPX Stream«
- Der Name der resultierenden Datei beginnt mit »stream_«
Besonders erwähnenswert:
Wenn das Programm abstürzt oder versehentlich beendet wird, geht nichts verloren! Beim nächsten Start fragt das Programm ob der alte GPX-Stream fortgesetzt werden soll. tut man das nicht (»Forget about it«), hat man aber auch trotzdem noch eine Datei, bei der man nur das XML manuell schließen muss, die Punkte sind dennoch alle drin.
Noch nicht getestet habe ich, ob in diesem GPX-Stream auch die Waypoints drin sind.
Nach diesem ersten Eindruck der neuen Version: Prädikat »Absolut empfehlenswert!«
Ja, die wesentlichste Neuerung war, dass das Program OSM-Tiles als Hintergrund anzeigen kann und damit die eigene Route live visualisieren kann. Aber ohne vernünftige Daten-Flatrate und ohne schnellere Verbindung ist das für mich etwas sinnlos. Ich freu mich einfach über die neue GPX-Stream-Funktion.
Sonntag, 26. August 2007
Ich bin überrascht. Und das obwohl das Alter gar nicht abgefragt wurde. :)
You Belong in 1981

Wild, over the top, and just a little bit cheesy. You're colorful at night - and successful during the day.
via Fabian.
Samstag, 14. Juli 2007
Die Deutsche Post veranstaltet momentan eine Umfrage mit Gewinnspiel, bei der man sagen soll, ob man mit seinem Postboten zufrieden ist. Da ich das bin und eine unkomplizierte Online-Teilnahme möglich ist, hab ich das schnell mal gemacht.
Das Formular sieht sehr einfach aus:
Natürlich habe ich die Teilnahmebedingungen gelesen um zu schauen, für welche Marketing-Aktionen ich meine Adresse hier prostituiere: Teilnahmebedingungen
Bundesweites Gewinnspiel. Die Teilnahme ist unabhängig von der Unterstützung des Postboten. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 18 Jahren. Die eingesandten Daten werden ausschließlich zur Abwicklung des Gewinnspiels verwendet. Der Rechtsweg sowie die Barauszahlung des Gewinns sind ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der 31.08.2007. (Hervorhebung von mir)
Die zweite Option, den Newsletter habe ich selbstverständlich NICHT angeklickt, denn das will ich nicht.
Etwas verwundert war ich dann, als wenige Minuten später in meinem Posteingang diese Mail aufschlug:
Anmeldungs-Bestätigung zum Newsletter: Markenkampagne 2007 (markenkampagne2@newsletter.deutschepost.de)
Von: [...]@newsletter.deutschepost.de
An: Bernd Wurst [...]
Datum: Sa, 14.07.2007 08:34
Hallo Bernd Wurst,
Sie haben sich erfolgreich in den Newsletter Markenkampagne 2007,
mit der Email-Adresse: markenkampagne2@newsletter.deutschepost.de eingetragen.
[...]
Die Definition des Begriffs »ausschließlich« sollte mal einer der Leute bei der Post im Wörterbuch nachschlagen, würde ich sagen!
Mittwoch, 13. Juni 2007
Da muss ich einfach mal ein nicht geworfenes Stöckchen aufgreifen. :)
Lars sagt:
The nice way:
$array = array('0', '1', '2');
array_walk(&$array,
create_function('&$value', '$value = (int)$value;');
);
Nun, da ich PHP-code und "nice" nicht in einem Satz sehen kann, hier mal was schöneres:
Mit Listen-Generator:
array = ['0', '1', '2']
array = [int(x) for x in a]
oder die kürzeste Variante:
array = ['0', '1', '2']
array = map(int, a)
oder wenn's mit ner anonymen Funktion sein soll (und damit äquivalent zum PHP-Beispiel):
array = ['0', '1', '2']
array = map(lambda x : int(x), a)
Allemal schöner anzuschauen. :)
Donnerstag, 22. März 2007
Manchmal fragt man sich doch echt: In welcher Welt leben wir eigentlich?
Mein treues, altes Siemens ME45-Mobiltelefon hat seitlich eine kleine Taste. Die Anleitung nennt dies "Diktiergerät". Man kann da draufdrücken, dann zeichnet das Gerät auf. Das geht auch während des Telefonierens. Man könnte dies "mitschneiden" nennen. Weil damals Speicher Luxus war und Luxus teuer ist, hat das Gerät leider nur ~400 KB Speicher und kann selbst in der hundsmiserablen Qualität nur etwa 2 Minuten aufzeichnen. Außer, man hat mit dem mitgelieferten PC-Anschlusskabel schon ein paar Bildchen auf das Handy geladen, dann war noch weniger Platz.
So war das früher.
Heute haben Handys mindestens einen größeren eingebauten Speicher, oft sogar einen Karten-Slot wie etwa SD-Card (1-GB-Karten sind grade ziemlich billig). Unbestritten stehen ungleich größere Speichermengen zur Verfügung.
Doch der heutige homo telefonicus schließt daraus nicht den Schluss: »Ja prima, dann kann man die Qualität ein bisschen verbessern und dennoch praktisch unbegrenzt lange Gespräche aufzeichnen« sondern der Schluss ist anders:
Man kleistert sich den Speicher mit Jamba-Sounds, Videos, Bildern und Java-Anwendungen voll (nur ~5 Euro das Stück im Abo!) und hat dann keinen Platz mehr für Telefon-Mitschnitte, wenn man sie mal braucht. Zum Glück gibt es auch da ein Geschäfts-Modell, das hilft: Eine Firma bietet einen Telefon-Mitschnitt an, der per Konferenzschaltung realisiert ist. Ein eigenes Programm (sic!) muss auf dem Handy laufen und baut dann auf Knopfdruck eine (gebührenpflichtige) Verbindung zum Big Brother Hersteller auf, der das dann als MP3 wieder per E-Mail zuschickt.
Brüller: Der Hersteller träumt davon, dass zukünftig eine separate Taste für sein Programm auf Handys angebracht wird, sodass die Bedienung noch einfacher wird. Vielleicht kann man, wenn man nicht telefoniert, das Handy mit Hilfe dieser Taste dann als Diktiergerät benutzen.
Via Golem.
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