Heute habe ich einen weiteren Linux-PC an eine Kundin ausgeliefert. Hier wurde ich letzte Woche gerufen, da der PC beim hochfahren immer Scandisk angeworfen hatte und das sich in einer Endlosschleife festgefressen hatte.
Ergebnis einer schnellen Diagnose mit der System-Rescue-CD: Auch hier war die Festplatte schlicht und einfach kaputt. Die Geräuschkulisse war zwar nicht besonders beängstigend, aber deutet auch in diese Richtung.
Da nach Austausch der Festplatte sowieso eine Neuinstallation ins Haus stand, habe ich auch hier die obligatorische Frage gestellt: "Für was brauchst du denn den Computer alles?" Da sich auch da schnell abzeichnete, dass die offensichtlichen Vorteile eines Linux-Systems (Kinder machen nicht versehentlich das System kaputt, keine ernsthaften Viren-Probleme) durch kein haltbares Argument zu entkräften waren, konnte ich auch hier deutlich machen, dass die Kundin mit einem Linux-System besser beraten ist.
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Vor einigen Tagen wurde ich zu einem Kunden gerufen, der Probleme mit seinem "Server" hatte. In anführungszeichen deshalb, weil es sich um einen Arbeitsplatz-Rechner handelte, der in der Ecke stand und ein paar Freigaben im Netz publiziert hat.
Die Probleme des Servers waren schnell erkennbar, die ersten Sektoren der Festplatte waren komplett hinüber. Da sowieso eine neue Festplatte und damit eine Neuinstallation nötig war, habe ich gleich vorgeschlagen, das bisher eingesetzte Windows durch einen einfachen Linux-Server zu ersetzen. Windows-Dateifreigaben sind damit auch kein Problem und die Backups auf den im "Server" verbauten DVD-Brenner zu sichern dürfte mit K3B keine Probleme bereiten.
Ich entschied mich für Ubuntu 6.06 LTS. Das ist zwar schon etwas älter, wird aber noch eine Weile supported. Ich denke mal, in einigen Tagen kann ich dann gleich auf die neue 8.04 LTS aktualisieren. ich warte noch, weil ich denke dass es bestimmt noch Migrations-Probleme geben kann.
Dort arbeitet jetzt also seit etwa einer Woche ein Ubuntu-Server mit Samba und KDE/K3B zum Brennen von DVDs. Die Festplatte wurde durch einen Software-RAID-1-Verbund ersetzt, damit ein Platten-Ausfall erstens schneller bemerkt werden kann und zweitens vielleicht reparabel bleibt.
Der Kunde hat jetzt noch ein wenig Spaß, die knapp 40.000 Dateien, die von der Datenrettungs-Software des PC-Fachhändlers knallhart durchnummeriert zurück kamen inhaltlich zu bewerten und zu sortieren.
Mit dem Linux-PC ist der Kunde allerdings zufrieden, auch wenn es in seinem Tagesablauf keinen nennenswerten Unterschied zu vorher gibt.