Sonntag, 15. April 2007
Ich habe die letzte Woche intensiv versucht, meine W-LAN-Verbindung so einzustellen, dass ich WDS-Modus (zwei Access-Points unterhalten sich) mit WPA-Verschlüsselung betreiben kann. Leider hat dies sowohl mit OpenWRT als auch mit DD-WRT nicht funktioniert. Da auf der Beschreibung der Router explizit sowohl WPA- als auch WDS-Support steht, hab ich heute dann die Original-Firmware installiert, in der Hoffnung, dass die das wenigstens hinbekommt.
Wenn ich das einstellen will:
WPA-PSK does not function under the WDS mode
Ja, danke. Dann ist mir auch klar, warum das unter OpenWRT bzw. DD-WRT nicht geht.
Frage an die Leser: Geht das mit anderen Geräten, die keinen Broadcom-Chip haben?
Samstag, 7. April 2007
Ich hatte vor einiger Zeit den Tipp erhalten, dass man mit »Disconnected IMAP« (oder auch »Cached-IMAP« genannt) bei KMail das Verhalten hin bekommt, das ich so lange gesucht habe: IMAP aber ein Cache, der mir erlaubt, zumindest die neuesten X Mails jederzeit schnell und ohne Netzverbindung verfügbar zu haben.
Gehört, getan, habe ich mein IMAP-Konto erstmal mit einem Rotations-script ausgestattet (alle Mails älter als 1 Monat wandert in eine andere Mailbox) und das was noch da geblieben ist dann per »Disconnected IMAP« eingerichtet. Erst einmal klang das alles recht gut, die Mailbox war extrem schnell da, man kann ständig jede Mailbox öffnen, auch wenn grade eine andere abgeholt wird.
Die erste Ernüchterung kam sehr schnell: Das Abrufen der Mailbox dauerte etwa 20 Mal so lange wie vorher. Jeder Ordner für sich dauerte fast so lange wie sonst der komplette Baum. Das liegt daran, dass KMail nicht nur nach neuen Mails schaut sondern auch lokale Änderungen (gelesen, ...) hochladen muss.
Ich habe als automatisches, periodisches Abholen eingestellt, sodass ich immer alle Mails sehe. Da man auch während des Abholens andere Ordner schon lesen kann, ist das kein Problem.
Was aber etwas störend war: KMail bzw. der ganze Rechner geriet etwas in Stocken, wenn der IMAP-Abruf-Vorgang lief. Erst fiel das gar nicht sonderlich auf, dann aber immer öfter (man erkennt irgendwann den Zusammenhang ;) ). Als ich bemerkt habe, dass man während des Abrufens keine Mail mehr vernünftig verfassen kann (das Fenster war oft für ~10 Sekunden reaktionslos), habe ich den Entschluss gefasst, wieder zurück auf normales IMAP zu stellen.
Da meine Mailbox jetzt sowieso relativ klein ist, geht auch da das Abrufen sehr flott.
Fazit: Disconnected-IMAP ist eine schöne Idee, funktioniert auch prinzipiell ganz gut, muss aber noch deutlich besser auf Nebenläufigkeit optimiert werden.
Donnerstag, 22. März 2007
Ich nehme an, jeder, der unter Gentoo mal eine Netzwerkkonfiguration eingerichtet hat, die über den Trivialfall hinaus geht, stolpert über das irgendwie krude aber leistungsfähige Konzept des Netzwerk-Init-Scripts.
Leider ist die Doku dazu etwas mangelhaft und beschränkt sich nur auf einzelne Spezialfälle anstatt systematisch alle Möglichkeiten zu dokumentieren.
Heute habe ich eine lange Zeit damit verbracht, einen IPv6-Tunnel zu SixXS einzurichten. Bisher hatte ich das über ein eigenes init-script gelöst, aber das ist ja auch nicht das gelbe vom Ei.
Nach etwas herumprobieren kam ich dann auf eine funktionierende Konfiguration, deren Nennung ich auf den erweiterten Eintrag lege, damit das Layout durch preformatted text nicht zu sehr zerlegt wird.
"IPv6-Tunnel zu SixXS mit den Gentoo-Init-Scripts" vollständig lesen
Donnerstag, 15. März 2007
OpenHBCI heißt heute AqBanking und unterstützt sicheres Onlinebanking über HBCI unter allen mir wichtigen Betriebssystemen.
Leider war es bis dato nicht möglich, Volksbank-Karten "VR-NetWorld"-Karten damit zu benutzen, da der Hersteller die Spezifikationen streng unter Verschluß hielt.
Seit Ende letzten Jahres verteilt die Volksbank neue Karten mit einem "SECCOS"-Chip. Dafür gibt es Spezifikationen. Allerdings ist der Hersteller nicht gewillt, diese allgemein zugänglich zu machen oder eine Lizenz für Programmierer springen zu lassen.
Kostenpunkt: ~120 Euro
Martin Preuss (AqBanking-Chef) hat angekündigt, dass er das gerne implementieren mag, er aber als nicht-Volksbank-Kunde nicht gewillt ist, diesen Betrag der Community zu spendieren. Klar. :)
Auf der Aqbanking-devel-Mailingliste haben sich mittlerweile ein paar Leute gefunden, die sich an der Finanzierung der Specs beteiligen möchten. Mich eingeschlossen.
Ich rufe hiermit dazu auf, dass die Leute, die auch ein Volksbank-Konto mittels freier Software nutzen möchten, sich mit einer kleinen Spende beteiligen!
Kontodaten gibt's auf aqbanking.de.
UPDATE 2007-12-10: ich nehme diesen Aufruf zurück. Eine Begründung gibt's hier.
Mittwoch, 14. März 2007
Vor einiger Zeit hat Dell mal bei ein paar Kunden angefragt, wie sie ihre mitgelieferte Software weiter ausbauen sollen. Dell war ziemlich überrascht, dass da jetzt plötzlich ein signifikanter Teil der Leute Linux drauf haben wollte.
Jetzt hat Dell eine neue Umfrage für alle geöffnet, in der man genauer festlegen kann, wie so ein mitgeliefertes Linux-System aussehen soll.
Ich möchte hiermit alle, die das auch unterstützen wollen, dazu ermuntern, die Umfrage auszufüllen. Ich habe übrigens beim Thema "support" unter "other" eingetragen, dass ich gerne hätte, dass alle Hardware unterstützt wird. Ich glaube, dass das wichtiger ist als Telefon- oder E-Mail-Support.
Umfrage: www.dell.com/linuxsurvey
Die Seite war gestern Abend nicht mehr erreichbar weil der Server unter der Last zusammengebrochen ist. Es gibt also offensichtlich Interesse an vorinstalliertem Linux. :)
Das sagt Dell dazu:
[...]
Thanks in advance for your participation. More details soon.
Update: We're overwhelmed by your responses, and we know the survey server is overloaded too. We're working on it, and the survey will remain open until March 23, so you'll have plenty of time to make your vote count.
Mittwoch, 14. Februar 2007
Samstag, 10. Februar 2007
In einem hier nicht näher zu nennenden Web-Forum bin ich grade auf diesen Artikel gestoßen.
Suche managed Server
ca. 150 GB Webspace
linux-Confix
unlimidet Domains oder Accound einschaltbar
Unlimidet Subdomains
Traffic inklusive
unlimidet E-Mail-Postfächer
unlimidet MySQL DB
alles was Mann für Hosting braucht vor installiert. (Php,Mysql,usw.)
unkompliziert über 3. Namen (Ausländische) Domain registrierbar.
unter unlimidet verstehe ich auch genügend !!!
bis zu. 100 €
Montag, 4. Dezember 2006
Letzte Woche ist mir im Server meiner Eltern (Fax- und Dateiserver sowie Router und noch ein bisschen Kleinkram) die Festplatte gestorben und hat alle Daten darauf in die ewigen Festplatten-Jagdgründe genommen (Ja, ein nicht topaktuelles Backup war vorhanden).
Da ich also dann sehr schnell ein neues System gebraucht. Vorher war Gentoo installiert, aber da habe ich mich schon seit geraumer Zeit daran gestört, denn die Upgrades waren immer so heikel, da ich keinen physikalischen Zugriff darauf habe. Also wurde als Feldversuch der Server mit der Serverversion von Ubuntu-Linux eingerichtet. Installation war Ubuntu-Typisch in wenigen Minuten vorbei.
Die kranke Installationsprozedur von DJBdns war mir bekannt und hat mich folglich auch nicht so sehr schockiert. :)
Größtes Problem war, dass beim Aufstellen am späteren Einsatzort das NFS sich ganz komisch verhalten hat. Mozilla-Firefox und -Thunderbird ließen sich nicht starten weil sie angeblich schon laufen (nein, an den Lock-Files lag es nicht), KMail brachte wahllos Zugriffsfehler beim IMAP-Cache und ein sofort eingerichtetes Backup per rsync auf einen anderen Rechner führte oft zu der Meldung »stale NFS handles« und danach gab es nurnoch »permission denied« in dem Verzeichnis. Ein heraus und wieder hineinwechseln behebt das Problem kurzfristig.
Nach etwa einem Tag erfolgloser Suche und vielen Fragen an viele andere ratlose Leute, bin ich zufällig an diesen Bugreport herangestolpert.
Der dort vorgeschlagene Workaround hat bei mir funktioniert: Die Option »no_subtree_check« in alle exports-Einträge aufnehmen.
Bisher traten bei mir keine derartigen Probleme mehr auf.
Wenn man in Python mit Unicode-Objekten arbeitet, gerät man gelegentlich an den Punkt, an dem man diese Objekte in Strings konvertieren muss.
Prinzipiell kann Python das auf implizit, allerdings wird dafür immer der "ascii"-Codec benutzt und es entsteht ein UnicodeEncodeError (oder UnicodeDecodeError) wenn ein Umlaut oder ein sonstiges Non-ASCII-Zeichen auftaucht.
Da mich das heute einiges an Nerven gekostet hat, habe ich mich umgeschaut, wie man denn den Standard-Codec von ascii auf utf-8 umstellen kann. Leider ist das so nicht wirklich vorgesehen.
Für das Setzen dieses Codecs ist site.py verantwortlich, wo es auch bereits entsprechenden Code gibt, der aber mittels »if 0:« unbenutzt gemacht wurde.
Allerdings bindet site.py eine sitecustomize.py ein, sofern sie im PYTHONPATH existiert.
Also habe ich mir diese Datei erstellt: import sys
sys.setdefaultencoding('utf8') Jetzt werden alle Unicode-Objekte mit dem utf8-Codec in strings umgewandelt und es gibt keine UnicodeEncodeErrors mehr. disclaimer: Selbstredend wird dadurch in manchen Fällen die Fehlersuche erschwert! Wo es sinnvoll ist, sollte man weiterhin die Konversionen manuell machen!
Hintergrund: Die mitgelieferte site.py läuft bei jedem Python-Aufruf implizit und entfernt setdefaultencoding aus sys, wenn sie fertig ist.
Freitag, 17. November 2006
Neulich erst mit Kubuntu erstmal ausprobiert, hatte ich auch gleich versucht, das auf meinem Gentoo-Desktop-Rechner laufen zu lassen.
Leider ist mir dabei nach dem Starten von compiz immer das System eingefroren. Warum weiß ich noch immer nicht, aber ich habe heute aufgrund mehrerer Anregungen einfach mal beryl ausprobiert. Und damit geht's!
Und von Beryl bin ich auch ansonsten sehr angetan. Das gconf-Feature von compiz hatte ich noch nicht getestet (da ich nicht erst das ganze gconf-Zeug installieren will), daher kann ich nur mit der Basiskonfiguration von compiz vergleichen. Aber man kann bei Beryl das einstellen, was ich wollte: Wobbeln nur bei Fenstern, nicht bei Tooltips, Passwort-Dialogen und so weiter.
Jetzt habe ich mal beryl als default-Window-Manager eingetragen, mal sehen ob ich das dauerhaft so lasse. :)
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