Freitag, 26. Mai 2006
Juppi, wir haben sie wieder, die gute alte Diskussion dass man E-Mails mit Steuern belegen könnte.
Ich fände das ja keinen Artikel wert, aber der Spiegel berichtet heute völlig ernstgemeint darüber. Zumindest zeigt mein Kalender grade nicht den 1. April, von daher denke ich, dass es eigentlich ernstgemeint war.
Also hier nochmal für Politiker und Spiegel-Redakteure: Eine E-Mail-Steuer ist technisch nicht möglich. Es gibt keinen, der E-Mails zählt, ja es gibt noch nichtmal jemanden, der definiert was denn eigentlich eine E-Mail ist. Wenn wir alle E-Mails ignorieren die RFC-822 nicht entsprechen, dann wird das mit den Steuereinnahmen erst nichts. Zudem, wenn es jemand geben könnte, der theoretisch eine E-Mail-Steuer einziehen könnte, dann hätten wir keinen Spam, denn derjenige könnte ja dann vermutlich auch eine Spam-E-Mail zurückverfolgen.
Nun gut, ich werde weiterhin meinen Server Cron-Mails in meine Inbox legen lassen. Pssst, schwarz, versteht sich.
Donnerstag, 27. April 2006
Grade auf Golem.de
Die US-Regierung will den Schutz des geistigen Eigentums weiter stärken. Dazu hat sie einen 24-seitigen Gesetzentwurf vorgelegt, der unter anderem den Versuch einer Urheberrechtsverletzung zur Straftat erklärt, die mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft werden kann.
Na dann Prost Mahlzeit!
Freitag, 7. April 2006
Andi, du sprichst mir aus der Seele!!
Jeder redet über die Trennung von Staat und Kirche. Doch wer sorgt für die Trennung von Staat und Fußball?
Dienstag, 9. August 2005
Die " Linkspartei.PDS" (btw: was f?r ein bescheuerter Name!) hat heute (gefunden via Spiegel online) ?ffentlich dementiert, was ihre s?chsische Jugendorganisation als Wahlkampfthema aufgegriffen hatte: Die Legalisierung aller Drogen.
Was das paradoxe daran ist: Man kann ?ber das Thema geteilter Meinung sein, aber irgendwie sind sich alle in einem einig. Man stellt sich im Wahlkampf gerne als Drogen-Leagalisierer dar und wenn man dann was tun k?nnte, dann passiert nichts. Das war bei den Gr?nen so und das wird bei der zum Zwecke der Opposition (sic!) gegr?deten Linkspartei nicht anders sein.
Wer mich kennt, wei?, dass mich pers?nlich das Thema nicht grade direkt betrifft, es sei denn die wollen Cola verbieten. ;-)
Was mich als nicht betroffenen aber st?rt ist die schizophrene Situation zur Zeit und da? niemand etas dagegen tut. Grade die Gr?nen haben doch so gute Vors?tze gehabt und waren an der Regierung. Zusammen mit dem R?ckhalt der JuSos w?re es ja wohl machbar gewesen, da was zu drehen.
"Drogen und Politik" vollständig lesen
Freitag, 1. April 2005
Ja, die deutsche Domain-Registrierungs-Stelle ist nach dem Bewertungsverfahren der Firma Telcordia nur auf dem vorletzten Platz gelandet. Dass dabei vielleicht irgendwie nicht alles ganz so fair zuging wie es sein sollte, zeigt die Tatsache, dass der DeNIC unter anderem als ma?gebliches Manko angekreidet wurde, dass sie angeblich eine selbst entwickelte Datenbanksoftware verwendet. Tats?chlich werde jedoch ein kommerzielles Produkt eines weltweit f?hrenden Anbieters benutzt, was auch in der Bewerbung ausf?hrlich dargestellt worden sei. (Frei nach Golem)
Golem zitiert ebenfalls Sabine Dolderer aus dem DeNIC-Vorstand zu dem Thema:
"Es ist nicht unsere Absicht, in kleinliche Erbsenz?hlerei zu verfallen, aber es sieht so aus, als w?re der Bewertungsbericht unter gro?em Zeitdruck entstanden, was auf Kosten der Qualit?t ging. Gerade weil alle Bewerber, wie Telcordia selbst einr?umt, sehr eng beieinander lagen und alle f?hig sind, .net zu verwalten, sind solche handwerklichen Fehler problematisch, da sie die wahre Leistungsf?higkeit falsch wiedergeben"
Klar, es reicht ja etwas in die Bewertung einfliessen zu lassen, es auch richtig recherchieren ist was anderes. :-(
However, was mich pers?nlich viel mehr st?rt, ist dass die Entscheidung aller Vorraussicht nach wieder zu Gunsten von VeriSign f?llt, die auch schon bisher die .net (und .com, bis 2002 auch .org) Domains verwaltet.
Mit VeriSign verbindet mich eine tiefe Antipathie, denn sowohl als ?bergro?e Registry als auch als root-DNS-Server-Betreiber als auch im Bereich der SSL-CAs hat VeriSign jeweils fast Monopol-Charakter und das ist IMO zuviel des Guten.
Grade in dem Bereich ist es besonders heikel, da VeriSign de facto einen gro?en Teil von ICANN ausmacht und "zuf?llig" eine Firma die Neuvergabe entscheidet, die VeriSign nahe steht. Zudem noch wird Telcordia zu relevantem Teil aus R?stungs-Geldern der USA finanziert, daher war schon irgendwie abzusehen, dass die .net-Registry den nordamerikanischen Kontinent nicht verlassen wird. Schade, dass sich Verschw?rungstheorien immer wieder best?tigen.
Weiterer Artikel dar?ber bei Heise
Heise legt dann auch gleich noch nach mit einem Artikel der uns erkl?rt, warum die Geb?hren f?r ICANN-Domains (erstmal insbesondere .net) jetzt angehoben werden m?ssen. Ach. Und das alles nur damit VeriSign nicht pleite geht. Drecksverein. Sorry.
Kleines Beispiel was ein ?berm?chtiges VeriSign machen kann: SiteFinder, eine Wildcard f?r .com-Domains. D.h. jede Domain ist per DNS aufl?sbar und verweist auf eine Werbeseite von VeriSign. Man kann nicht mehr am DNS erkennen ob eine Domain existiert oder nicht. Zum Gl?ck wurde der Dienst gleich wieder abgeschaltet.
Montag, 14. März 2005
Nein, ich werde nicht auf englisch bloggen. ;-)
Oftmals weise ich andere drauf hin, dass ICQ, AIM, MSN und wie die alle heissen irgendwie nicht das gelbe vom Ei sind.
Jetzt gibt's endlich die passende Begr?ndung dazu (gefunden bei Basquiat). Und zwar ein Auszug aus den "Terms of Service" des AOL-Instant-Messengers:
"Although you or the owner of the Content retain ownership of all right, title and interest in Content that you post to any AIM Product, AOL owns all right, title and interest in any compilation, collective work or other derivative work created by AOL using or incorporating this Content. In addition, by posting Content on an AIM Product, you grant AOL, its parent, affiliates, subsidiaries, assigns, agents and licensees the irrevocable, perpetual, worldwide right to reproduce, display, perform, distribute, adapt and promote this Content in any medium. You waive any right to privacy. You waive any right to inspect or approve uses of the Content or to be compensated for any such uses." Vereinfacht und ?bersetzt: "Alles was du ?ber AIM schreibst k?nnen wir zu unserem Besitz machen, wenn wir wollen. Du verzeichtest auf jegliche Privatsph?re und Kontrolle."
Wer's noch nicht weiss: Jabber ist erfunden. Ich kann auch Accounts auf meinem Jabber-Server anbieten. ;-)
Aber passt doch, Schily speichert die Verbindungsdaten, AOL ist Inhalte, perfekt.
Freitag, 14. Januar 2005
symlink.ch, golem.de, heise.de und viele andere haben es schon berichtet: Google hat jetzt ein Patent zugesprochen bekommen auf die Hervorhebung von Suchberiffen nach einer Suchanfrage. Implementiert ist das z.B. im Google-Cache sowie in der Kurzvorschau auf der Ergebnisseite. Angemeldet wurde das Patent im Jahr 2000. Kann es echt sein, dass im 20. Jhd. noch niemand anderes auf die Idee kam, irgendwelche Suchbegriffe "automatisch" hervorheben zu lassen? Immerhin haben wir diese Art der Hervorhebung mittlerweile ?berall, z.B. sowohl in Office-programmen als auch im Firefox.
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