Saturday, December 8. 2007
Gestern war ich in Tübingen bei der offiziellen Absolventenfeier des Sportinstituts. Ich saß nur im Zuschauerraum während Nici vorne sitzen musste. ;-)
Was mich am meisten gestört hat, ist bestimmt ein alter Hut, aber mir ist es bis dato noch nicht aufgefallen: heutige Digicams haben einen Startsound. Ca. 10 mal hörte ich von nicht weit entfernt ein Klimpern wie ein verkrüppelter Windows-Standard-Startsound. Immer ca. 1 Minute später das Sample rückwärts (oder so ähnlich). Die Frau, der offensichtlich dieses Gerät gehört, hatte irgendwann einen tief-roten Kopf und schaute ganz unglücklich drein wenn sie ein Foto machen wollte.
Auf die Idee, dass man dieses tolle Feature vielleicht auch einfach ausschalten könnte, scheint sie nicht gekommen zu sein.
Auf die Idee, so eine Funktion in einen Fotoapparat (!!) einzubauen wär ich aber auch nicht gekommen.
Saturday, October 20. 2007
Heute kam in der Murrhardter Zeitung (und vermutlich auch in der Backnanger und Winnender Zeitung sowie in den Stuttgarter Nachrichten) dieser Artikel (alles unwichtige ausgegraut):
Und da sind mir als allererstes drei Dinge ins Auge gesprungen: Die Überschrift, das Bild und die Bildunterschrift. Von diesen dreien passen beliebige Kombinationen von zwei Dingen schon nicht mehr zusammen. Hier kurz was da zu sehen ist:
- Überschrift
- »Jugendliche vor Pornos im Internet schützen«
- Bild
- Ich kenn mich damit ja nicht so aus, aber es handelt sich defnitiv nicht um einen PC sondern um einen C64 oder einen Amiga mit zeitgeschichtlich passendem Joystick, Monitor und passender Maus (also vermutlich Amiga). Zu deutsch: Die Kinder auf dem Bild sind vermutlich heute erwachsen. :) Der Inhalt des Monitors ist deutlich sichtbar ein Jump'n'run Spiel. Pr0n sieht anders aus.
- Bildunterschrift
- »Leichte Verführung im Internet: Jugendliche beim Surfen«
Ich glaube weitere Kommentare erübrigen sich.
Thursday, March 22. 2007
Manchmal fragt man sich doch echt: In welcher Welt leben wir eigentlich?
Mein treues, altes Siemens ME45-Mobiltelefon hat seitlich eine kleine Taste. Die Anleitung nennt dies "Diktiergerät". Man kann da draufdrücken, dann zeichnet das Gerät auf. Das geht auch während des Telefonierens. Man könnte dies "mitschneiden" nennen. Weil damals Speicher Luxus war und Luxus teuer ist, hat das Gerät leider nur ~400 KB Speicher und kann selbst in der hundsmiserablen Qualität nur etwa 2 Minuten aufzeichnen. Außer, man hat mit dem mitgelieferten PC-Anschlusskabel schon ein paar Bildchen auf das Handy geladen, dann war noch weniger Platz.
So war das früher.
Heute haben Handys mindestens einen größeren eingebauten Speicher, oft sogar einen Karten-Slot wie etwa SD-Card (1-GB-Karten sind grade ziemlich billig). Unbestritten stehen ungleich größere Speichermengen zur Verfügung.
Doch der heutige homo telefonicus schließt daraus nicht den Schluss: »Ja prima, dann kann man die Qualität ein bisschen verbessern und dennoch praktisch unbegrenzt lange Gespräche aufzeichnen« sondern der Schluss ist anders:
Man kleistert sich den Speicher mit Jamba-Sounds, Videos, Bildern und Java-Anwendungen voll (nur ~5 Euro das Stück im Abo!) und hat dann keinen Platz mehr für Telefon-Mitschnitte, wenn man sie mal braucht. Zum Glück gibt es auch da ein Geschäfts-Modell, das hilft: Eine Firma bietet einen Telefon-Mitschnitt an, der per Konferenzschaltung realisiert ist. Ein eigenes Programm (sic!) muss auf dem Handy laufen und baut dann auf Knopfdruck eine (gebührenpflichtige) Verbindung zum Big Brother Hersteller auf, der das dann als MP3 wieder per E-Mail zuschickt.
Brüller: Der Hersteller träumt davon, dass zukünftig eine separate Taste für sein Programm auf Handys angebracht wird, sodass die Bedienung noch einfacher wird. Vielleicht kann man, wenn man nicht telefoniert, das Handy mit Hilfe dieser Taste dann als Diktiergerät benutzen.
Via Golem.
Saturday, February 10. 2007
In einem hier nicht näher zu nennenden Web-Forum bin ich grade auf diesen Artikel gestoßen.
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unter unlimidet verstehe ich auch genügend !!!
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Thursday, November 9. 2006
Bastian Sick (»Zwiebelfisch«) erklärt im jetzt nicht mehr ganz taufrischen Zwiebelfisch-Artikel einige Anglizismen bzw. Amerikanismen und schließt mit diesem Satz: Aber wenn der frühe Vogel bereits Sinn macht, dann wird am Ende des Tages auch Halloween für jedermann etwas meinen. Besonders aufschlußreich finde ich den Abschnitt über Bambi. Jetzt weiß ich endlich warum so viele Leute denken, bei uns gäbe es Hirsche, nur weil es Rehe gibt.
Nochmal für alle Bambi-aufgeklärten Stadtkinder: Reh (Gattung »Trughirsche«) ist Reh (»Ricke« oder »Geiß« und »Bock«) und Hirsch (Gattung »Echte Hirsche«) ist Hirsch (»Kuh« und »Hirsch«). Rehe gibt es überall, Hirsche gibt es (in Deutschland wild lebend nur Rothirsche) nur in Reservaten/Nationalparks. Im Schönbuch beispielsweise.
Wednesday, June 7. 2006
Seit einer herben Enttäuschung aus dem Vor-GAP-Zeitalter, das dazu geführt hat, dass man wegen des Defekts eines Mobilteils eine komplette Anlage mit 4 Mobilgeräten wegschmeißen konnte, steht auf allen meinen Mobilteilen »Siemens« drauf. Anfangs hatten sie einfach die einzigen brauchbaren Geräte im Angebot, später bekam ich immer wieder von herstellerübergreifenden Setups mit, dass irgend etwas nicht funktioniert hat.
Angefangen mit einem 3000er-ISDN-Kompett-Set mit Mobilteilen und Basisstation, wurden nach und nach alle 3000er Geräte durch 4000er ersetzt. Bei diesem Upgrade wurde die Basisstation um sinnvolle Dinge ergänzt, z.B. sieht man auf dem Mobilgerät, ob entgangene Anrufe da sind. Oder man kann die Uhr zentral stellen, Kleinigkeiten. Diese Features waren mit der zwischenzeitlich beschafften 4000er-ISDN-Basisstation möglich, mit der 3000er natürlich noch nicht. Ist verständlich.
Jetzt habe ich mir für Analog eine Basisstation gegönnt. Da ich mein altes Mobilteil gerne weiter mit benutzen möchte, hab ich mich wieder für Siemens entschieden, das S455 sah mir passend aus und hat gleich ein zeitgemäßes Mobilteil.
Die große Enttäuschung kam nun als ich das alte Mobilteil wirklich angemeldet habe. Sämtliche Komfortfunktionen, die das 4000er nur mit der neuen (4000er) Station konnte, sind weg. Es wird völlig auf das nötigste GAP-Kompatibilitätsprotokoll reduziert, noch nichtmal das Anzeigen der entgangenen Anrufe funktioniert. Ich bin ja schon froh, dass die Anzeige der Rufnummer beim Anruf überhaupt klappt.
Siemens, ich verkünde hiermit feierlich, dass ich mich richtig verarscht fühle und mich in Zukunft bei gleichen Rahmenbedingungen sicherlich für ein Konkurrenzprodukt entscheiden werde.
Fußnote: Hier noch meine erste richtig schmerzvolle Erfahrung mit Siemens-Schurlostelefonen...
Wir haben auf dem Hof momentan noch die 3000er Station mit den 4000er Mobilteilen im Einsatz und können dort auch gerne auf die Komfort-Features verzichten. Dort ist auch ein Gigaset-Repeater im Einsatz.
Was nicht auf der Packung steht, aber von der Hotline bereitwillig zugestanden wurde: Ein Repeater kann nur max. 2 Verbindungen abwickeln. Bei Anschluß der 4000er Basisstation benötigen aber die Mobilteile im Standby einen Message-Kanal zur Basis, über den sie z.B. über entgangene Nachrichten informiert werden.
Geht man jetzt mit 3 Mobilteilen in den Empfangsbereich des Repeaters, so ist eines unbrauchbar. Das äußert sich so, dass man erstmal keinen Unterschied sieht, aber wenn man abheben will oder ein Anruf kommt, bleit das Display unverändert, es ist weiter im Standby und lässt sich nicht mehr aufwecken. Auch wenn man wieder im Empfangsbereich der Station ist. Man muss es aus- und wieder einschalten. D.h. Repeaterbetrieb ist mit > 2 Mobilteilen bei einer neueren Basisstation unmöglich. Wird von der Hotline zugegeben, es gibt keine Alternativ- oder Konkurrenzprodukte zum Siemens-Repeater. Einzige Möglichkeit ist ein Netzwerk aus Basisstationen, die aber dann über eine Telefonanlage verkabelt werden müssen. Danke, Siemens, wenn wir ein Kabel legen könnten, bräuchten wir keinen Repeater.
Friday, May 26. 2006
Juppi, wir haben sie wieder, die gute alte Diskussion dass man E-Mails mit Steuern belegen könnte.
Ich fände das ja keinen Artikel wert, aber der Spiegel berichtet heute völlig ernstgemeint darüber. Zumindest zeigt mein Kalender grade nicht den 1. April, von daher denke ich, dass es eigentlich ernstgemeint war.
Also hier nochmal für Politiker und Spiegel-Redakteure: Eine E-Mail-Steuer ist technisch nicht möglich. Es gibt keinen, der E-Mails zählt, ja es gibt noch nichtmal jemanden, der definiert was denn eigentlich eine E-Mail ist. Wenn wir alle E-Mails ignorieren die RFC-822 nicht entsprechen, dann wird das mit den Steuereinnahmen erst nichts. Zudem, wenn es jemand geben könnte, der theoretisch eine E-Mail-Steuer einziehen könnte, dann hätten wir keinen Spam, denn derjenige könnte ja dann vermutlich auch eine Spam-E-Mail zurückverfolgen.
Nun gut, ich werde weiterhin meinen Server Cron-Mails in meine Inbox legen lassen. Pssst, schwarz, versteht sich.
Monday, January 23. 2006
Also es ist ja schon so traurig, dass beinahe wieder lustig ist.
Vorgeschichte: Ich bin nach dem Upgrade auf MySQL 5.0 auf ein seltsames Verhalten des DB-Servers gestoßen. Genauer: Die Pseudo-Datenbank information_schema enthält die Definition eines VIEWs, selbst wenn ein user eigentlich explizit nicht das Recht hat, einen VIEW anzuschauen. Mein Eintrag dazu im MySQL-Forum und im MySQL-Bugtracker. Ich habe die Frage ob das ein Bug ist auch auf Bugtraq gepostet, um ein paar Meinungen zu bekommen. Das war am 20.01.2006 um 13:05.
Als ich mein Posting auf die Liste geschickt habe, kamen in den ersten Minuten ungelogen 20 (!) Fehler- bzw. Abwesenheitsmeldungen an mich als From-Header zurück. Also dämlich konfigurierte Mail-Software, die sich nicht an den Envelope hält. Soweit so der Anfang. Dann kamen auf der Mailingliste in der ganzen Zeit bisher 2 (!) Antworten, an mich privat kamen in der Zwischenzeit mindestens 10 Antworten, also von Leuten die zu doof sind, auf einer Mailingliste zu antworten. manche hatten Bugtraq zusätzlich im Empfänger, also sind nur noch nicht moderiert worden, das sei zur Entlastung gesagt. :)
Und grade eben kam nochmal eine Mail, dass meine Nachricht an die xyz-Mailingliste nicht zugestellt werden konnte, weil der Virenscanner das attachment signature.asc als höchstverdächtig eingestuft hat und die Mail daher abgewiesen wurde.
Ich bin echt entrüstet, was auf Bugtraq offenbar für Leute mitlesen (wollen). Wollen deshalb, weil offenbar alle signierten Mails (>>50% der Nachrichten) nicht ankommen.
Thursday, October 27. 2005
Der Bastian Sick, der mag mich. ;-)
Seit Jahren tippe ich mir die Finger fusselig weil es doch einige Rechtschreibfehler gibt, die weder vertippt noch schlampig sind sondern einfach nur beim Lesen so sehr ins Auge springen, dass ich darauf eigentlich immer reagiere. Mein besonderer Liebling: "Hacken". Also jetzt im Kontext "In den Optionen musst du den Hacken vor ... setzen." Ich frage dann meist höflich, was es denn bringen soll, mit den Schuhen auf dem Monitor rumzutrampeln. Natürlich ist dieser Spitzenreiter sehr dicht gefolgt von seinem Veteranen "Packet" (im Kontext von "installiere das Packet abc").
Wie auch immer, der Zwiebelfisch auf Spiegel online trifft den Nagel mit der heutigen Kolumne auf den Kopf. Danke Herr Sick!
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